Dr. Rolf Weigand sieht Argumente für Bettenburg in Freiberg widerlegt

Die Befürworter des Hotelneubaus am Tivoli in Freiberg argumentieren unter anderem damit, dass es in der Universitätsstadt zu Engpässen bei den Übernachtungsmöglichkeiten käme, wenn große internationale Kongresse an der Bergakademie stattfinden. Der Landtagsabgeordnete Dr. Rolf Weigand war selbst Student und Wissenschaftler an der TUBAF und hat zu diesem Thema eine Kleine Anfrage (7/3468)² an das zuständige Ministerium gestellt und kommentiert die Antwort wie folgt:

„Da ich als Wissenschaftler eher auf Zahlen und Daten setze, überrascht mich die Antwort des Ministeriums wenig. Wie ich bereits in der Vorbemerkung meiner Kleinen Anfrage erläutert habe, sind mir große Kongresse mit bis zu 700 Teilnehmern erstens nicht als regelmäßige Veranstaltungen bekannt und zweitens habe ich oft erlebt, dass freie Teilnehmerplätze mit Mitarbeitern der Bergakademie aufgefüllt wurden. Laut Antwort der Staatsregierung gab es in den letzten sechs Jahren lediglich drei Veranstaltungen an der Bergakademie, auf denen zwischen 200 und 400 Teilnehmer angemeldet waren. An einem der drei nahmen allein über 50% Mitarbeiter oder Angehörige der Bergakademie teil, bei den beiden anderen wurden die Zahlen zu Mitarbeitern nicht angegeben. Es ist aber eine ähnliche Größenordnung zu erwarten.


Mit dieser Antwort sind die Argumente der Hotel-Befürworter bezüglich fehlender Übernachtungskapazitäten mehr als hinfällig! Denn selbst bei größeren Tagungen sind aufgrund der Anzahl der teilnehmenden Mitarbeiter keine zusätzlichen Hotelkapazitäten von rund 240 neuen Betten in Freiberg notwendig.

Deshalb plädiere ich dafür, dass erstens für entsprechende Veranstaltungen der Bergakademie auch Hotels im Speckgürtel von Freiberg einbezogen und ein entsprechender Shuttleservice oder Sonderfahrten des ÖPNV organisiert werden und zweitens die TUBAF ihre Reservierungen für Zimmer im Vorfeld besser plant und koordiniert, um unnötige und kurzfristige Stornierungen, wie laut Auskunft einiger Hoteliers in der Vergangenheit leider üblich, zu vermeiden. Hier muss die Abteilung Veranstaltungsorganisation der TU Freiberg endlich ein Konzept erarbeiten und umsetzten, damit die Hotels in und um Freiberg herum nachhaltig von den Tagungen der TU profitieren. Das ist wichtig für die Region und hilft der bestehenden Wirtschaft mehr als eine überdimensionierte Bettenburg, welche von der Kapazität her überdacht und auf eine Größe von um die 100 Betten gedrosselt werden sollte.“

²: edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=3468&dok_art=Drs&leg_per=7&pos_dok=1&dok_id=undefined


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