von Marko Winter

Im Jahr 2011 analysierte der britische Historiker und Harvard-Professor Niall Ferguson in einem Beitrag für den "Spiegel" die Grundlagen der Europäischen Union und Integration. Seine klare und zielführende Beschreibung hat nichts von ihrer Akualität eingebüsst, gerade Angesichts der "Forderungen" Griechenlands. Er schrieb: 

"Wenn man sich die europäische Integration als ein einvernehmliches System von Kriegsreparationen vorstellt, so entsprechen die Leistungen Deutschlands etwa denen, die ihm nach dem ersten Weltkrieg mit dem Versailler Vertrag aufgebürdet wurden. […] Ich habe jedoch den Eindruck, daß die Deutschen mittlerweile keine Lust mehr haben, Reparationen zu zahlen.“

Tatsächlich kommt die Beschreibung der EU als "einvernehmliches System von Kriegsreparationen" dem Kern der Angelegenheit sehr nahe. Andere Aspekte gibt es auch, sie sind jedoch eher Wirkung als Ursache. Kleingeister könnten nun einwenden, das die griechischen Forderungen nun gerade nicht "einvernehmlich" - im Sinne von unterschwellig und nicht offensichtlich - sind. Das ist zum Teil richtig, vor allem zeigen sie, dass dieses System "aus den Fugen" geraten ist.  

 

 

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