Da muss man sich nun drein ergeben, dass der Herrgott Bomben auf Zivilisten schmeißt und Kosovaren das Geld aus den Börsen zieht, und dass gleichzeitig auf wundersame Weise Anreize in Deutschland entstehen, die alle Mühseligen und Beladenen exakt und ausschließlich hierher ziehen, und dass Frau Merkel höchst selbst entsprechende Einladungen verkündet – ich meine, Gott sprach auch schon durch echte Esel.

Vermutlich führte Frau Merkel das letzte Mal den Namen Gottes im Mund, als sie gelobte, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Nun denn. Dass sie jetzt die Theokratie als Regierungsform entdeckt und dabei jedoch irgendwie fatalistisch wirkt, lässt mich fragen, welchen Gott sie da im Sinne hat – den, von dem sie als Pastorentochter schon mal was gehört haben dürfte, oder den, der sich gesellschaftsverändernd gerade einschleicht? Sollte es letzterer sein, ist Frau Merkels Aussage in ihrer Länge noch etwas unbeholfen. Das geht auch kürzer: In schā'a llāh. Dazu Blick nach oben und die Raute bitte. Bis vor kurzem dachte ich noch, Merkel knickt (wie immer) irgendwann ein, wenn der Wind ihr etwas schärfer ins Gesicht weht, aber diese Hoffnung ist wohl vergeblich. Wenn sie jedoch nicht einknickt, muss sie halt weg. Deshalb fällt mir bei den Stichworten „Merkel“ und „Gott“ nur mehr ein: Geh, in Gottes Namen!

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