Text von  Marko Winter, Bilder von Wolfram Kanis (nur für private Nutzung) 

Auf Einladung des AfD-Kreisverbandes Mittelsachsen weilte die AfD-Spitzenpolitikerin Beatrix von Storch am 22.04. in Freiberg. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Thematische Stammtische" des Kreisverbandes Mittelsachsen referierte die Abgeordnete des Europäischen Parlaments zu den Themen Eurorettung, Asylkrise, Programmdiskussion AfD und die AfD im europäischen Parlament. Mehr als 180 Gäste waren in den Freiberger Brauhof gekommen und begrüßten Beatrix von Storch mit großem Applaus. 

Zur Euro-Währungspolitik skizzierte sie anschaulich, wie wirtschaftliche und kulturelle Realität auf Wunschdenken trifft und zeigte dabei die entstehenden Folgen für Deutschland und Europa auf. Der Euro wurde als "politische Einbahnstraße" kritisiert, welche zu weiterer erzwungener Homogenisierung in Richtung europäischer Einheitsstaat führen soll. Beatrix von Storch bekräftigte: "Nein, das wollen wir nicht!". Die AfD sieht die gewachsenen europäischen Vaterländer als Bereicherung. Durch den Eurostreit wendet sich die Stimmung in den Nachbarländern bereits gegen uns. Natürlich streifte sie auch die angedachten Einschränkungen bei bargeldlosen Zahlungen, welche bis zum Bargeldverbot ausgeweitet werden könnten. Auch das lehnt die AfD ab. Wegen einer damit möglichen lückenlosen Überwachung, aber auch durch die Null- und Negativzinspolitik der EZB werden schließlich die Sparer bestraft. Frau von Storch sprach über den Veränderungs- und Diskussionsbedarf zur Geldordnung und über die derzeit vorwiegend herrschenden Papiergeld-Währungen. Sie geißelte diese als eine der Ursachen für die immer stärker aufgehende Schere zwischen Arm und Reich.

Zum Zweiten wurde das Thema Migrations- bzw. Asylpolitik angeschnitten. Beatrix von Storch benannte die einhergehenden Rechtsbrüche in Deutschland, weshalb sie auch vorschlug, das Grundgesetz nicht zuerst an die Asylbewerber zu verteilen, sondern zuallererst an Frau Merkel! Die angedachte "Europäische Lösung" ist ein offenbarendes Beispiel für Wunschdenken unserer derzeitigen Regierung. Die verlogene Moral von Merkel, den Schutz der Grenzen der Türkei und den Balkanstaaten zu überlassen, wurde offen gelegt. Natürlich geschieht dies gegen die Zahlung großer Geldsummen und zum Preis der Abhängigkeit vom Wohlwollen einer zwielichtigen türkischen Politik! Richtiger wäre jetzt eigene Fehler einzugestehen und der Entstehung der Flüchtlingskrise im Kern gegenzusteuern.      

Im nächsten Punkt sprach B. v. S. den Programmprozess der AfD an, welcher zum Bundesparteitag am kommenden Wochenende einem hoffentlich erfolgreichen Höhepunkt entgegenstrebt. Ein Vorschlag, der für viel Zustimmung sorgte, war die Verkleinerung der Parlamente, insbesondere des Bundestages - abhängig von der Wahlbeteiligung. Das würde dem Desinteresse der etablierten Parteien am Bürger und seinem Willen entgegenwirken. Der Einsatz der AfD für direkte Demokratie rundet dies ab.

Zum Vierten kam auch die Arbeit im Europäischen Parlament zur Sprache. Beatrix von Storch berichtete aus dem Innenleben des Frauen- und Gender-Ausschusses. Sie kritisierte die Genderideologie, weil deren Ziel die durchgängige Quotierung und Reglementierung des Lebens ist. Sie brachte es mit dem Satz "Gleichberechtigung ja, aber nicht Gleichstellung" auf den Punkt. Gleichstellung bedeutet Kontrolle und Quoten für alles. Für Erheiterung beim zahlreichen Publikum sorgten Auszüge aus Sprachreglungen der Gender- und Feminismus-"Forschung",  bzgl. "Profsixs" und "Mitarbeita". Nicht wirklich lustig ist allerdings, dass solche Absurditäten durch die Bürger, durch Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanziert werden. Diese Ideologie wurde als "größte  Steuerverschwendung der Geschichte" benannt. Deutlich wird dabei auch deren enorme Feindlichkeit gegen Familien, gegen Kinder und gegen das Leben, welche in der Behauptung der Genderlobby münden, Mütter könnten ihre Persönlichkeit nicht voll entfalten.  

In einer abschließenden, sehr angeregten Fragerunde konnten die Besucher Fragen stellen und Themen vertiefen, u. a. wurde Frau von Storch auch nach den Auswirkungen des jüngsten Fraktionswechsels im EU-Parlament befragt.

Ein Mitschnitt des Abends wird demnächst auf AfD-TV Mittelsachsen zur Verfügung gestellt. Nachfolgend einige Bilder.