Kommentar von Dr. Jörg Bretschneider, Bundesdelegierter und Mitglied des Bundeskonvents der AfD

Dr. Jörg Bretschneider
Dr. Jörg Bretschneider

Ein Marathonwochenende liegt hinter den über 500 Bundesdelegierten, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auftrag erfüllt, Programm und Liste der AfD stehen!
Am Sonntag beriet die Versammlung der Delegierten die Änderungsanträge verschiedener Parteimitglieder zum Leitantrag der Bundesprogrammkommission (BPK). Diesen hatte die BPK zuvor in mehr als 5 Sitzungen ab Juli 2018 beraten und formuliert, unter Beitrag auch vieler sächsischer Fachpolitiker in den 13 Bundesfachausschüssen (BFA).

Sämtliche Anträge zeugten von einer eingehenden Befassung mit dem Text, wobei diesmal der Landesvorstand Brandenburg in Person von Steffen Kotré mit den meisten, großteils sinnvollen Anträgen hervortrat. Sachlich und zielorientiert beriet die Versammlung über die Anträge und stimmte ab, so dass schon am frühen Sonntagabend "Habemus Programme" zu vernehmen war.
Eine rechtzeitige Abstimmung der Fachpolitiker mit den Antragstellern führte zu Kompromissvorschlägen, die unnötige Detaildiskussionen vermieden, die disziplinierte Parteitagsführung durch bewährte AfD-Politiker wie Kay Gottschalk oder Thorben Braga trug zu dem zügigen Erfolg bei. Unnötig zu sagen, dass sich die AfD programmatisch einig und klar ist, es ging um Feinschliff, nicht um Grundsatzdiskussion.

Die EU ist nicht Europa.

Der Sturz ihrer nicht demokratisch legitimierter EU-Bürokraten ist unser Ziel. Wir wollen nicht die Zerstörung oder die Abschottung, sondern die Rettung Europas und seiner von Charles de Gaulle formulierten Grundidee einer Konföderation der Vaterländer. Wir sind mehrheitlich überzeugt, dass die Eurokratie nicht reformierbar ist und daher aufgelöst werden muss.
Der Weg dahin ist jedoch kein leichter, denn im EU-Parlament wird auch nach der Wahl viel politische Geschicklichkeit nötig sein, um wenigstens eine geschlossene Sperrminorität der Konservativen Kräfte gegen die linken Eurostaatsfanatiker aufzubauen.

Entsprechend realistisch appellierten auch viele Kandidaten an das Plenum, das Machtzentrum der Euro-Globalisten werde nur mit Einigkeit und Sachverstand zu erschüttern sein. Teamfähigkeit und Realismus sind gefragt. Das EU-Pseudoparlament sobald es geht abschaffen war einheitlicher Tenor, ob in Bayrisch, Schwäbisch, Sächsisch oder Platt. Bis dafür aber politische Mehrheiten ausreichen, müssen wir die Umsetzung der Pläne der Eurokraten so schwer wie möglich machen, Gelder für Genderpolitik und Bürokratismus wenn schon nicht stoppen, so wenigstens in sinnvolle Programme umleiten und vor allem eine weitere Ausbeutung der deutschen Steuergelder für Euroarmee oder Eurosozialfonds verhindern.

Am Sonntagabend ging es entsprechend zügig weiter mit der Listenwahl, weitere Kandidaten rangen um die Gunst der Delegierten, im Hintergrund wurde um Unterstützung geworben und Allianzen geschmiedet, und die Sachsen sorgten bei jedem Wahlergebnis für Stimmung, wenn dieses von Wahlleiter Carsten Hütter bekanntgegeben wurde. Am Montag um Sechs war Platz 30 gewählt, nicht ohne mit Jonas Dünzel, Versicherungskaufmann in Dresden, auf Platz 27 den dritten Sachsen auf die Europaliste gebracht zu haben