Andrea Kersten

Von Andrea Kersten MdL

Mittweida. Als sportpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion erhielt ich vom Landessportbund Sachsen (LSB) eine Einladung zur Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre Landessportbund Sachsen“ an der Hochschule Mittweida. Im neuen Medienzentrum der Hochschule, welches erst im Sommer 2014 eröffnet wurde, fanden sich viele Vertreter von Vereinen, Kreis- und Stadtsportbünden, der Landeskonferenz Hochschulsport u.a. ein. Auch der sächsische Sportminister Markus Ulbig und Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler waren anwesend. In diesem Fall fand ich das sehr erfreulich, zeigte es doch, welch hohen Stellenwert der Sport in der sächsischen Politik genießt.

Nach einem sehr emotionalen Einspielvideo, welches einen Rückblick auf die Entwicklung des Landessportbundes gewährte, die Faszination des Sports fast hautnah erlebbar machte und in welchem man erfuhr, dass der LSB schon vor der Gründung des Freistaates Sachsen seine Geburtsstunde hatte, folgte eine Podiumsrunde, die neben aktuellen Entwicklungen auch einen Blick auf die Zukunft des Landessportbundes werfen sollte. Dies gelang nur unterschwellig; gleichwohl wurde betont, dass der LSB grundsätzlich mit der institutionellen Förderung durch den Freistaat zufrieden sei, allerdings bei den Investitionen in die sächsischen Sportstätten dringender Handlungsbedarf gesehen wird. Hier hob Minister Ulbig gleich abwehrend die Hände und meinte, dass man aufgrund der derzeitigen Situation keine investiven Förderungen in die Sportstätten erwarten könne. Das ist natürlich logisch, denn mittlerweile können unsere Sportler froh sein, wenn überhaupt noch eine Turnhalle zur Nutzung zur Verfügung steht. Im Hochschulbereich sind derzeit an sieben Standorten mindestens neun Hallen durch Asylbewerber belegt. Allein in Dresden sind dadurch 6000 Sportler betroffen.

Die an die Podiumsrunde anschließenden einstündigen fünf Expertenforen beleuchteten ein bestimmtes Thema mit anschließender Diskussion. Ich hatte mich für das Thema „Gesundheit“ entschieden, da mich als Mitglied im LFA 8 (Landesfachausschuss Gesundes Leben) der Sport als wesentlicher Faktor der Gesundheitsförderung besonders interessiert. Der Vortrag eines Referenten des Deutschen Olympischen Sportbundes war insofern spannend, da es den Sport als präventions- und gesundheitsförderndes Instrument besonders herausstellte. Die körperliche Inaktivität als Risikofaktor für Volks- und Zivilisationskrankheiten stellt derzeit eine große Herausforderung in unserer Gesellschaft dar. Klar wurde benannt, dass Sport als Präventionsmaßnahme möglichst frühzeitig, also im Kindesalter, beginnen muss, um eine lebenslange nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Die Arbeit im LFA 8 zielt auf eben genau dieses Thema ab. Unser hier erarbeitetes „Sport- und Präventionsprogramm“ fordert mehr gesundheitliche und sportliche Prävention und die stärkere Verankerung des Breitensports in der Gesellschaft, um so nicht nur Gesundheit und Fitness jedes Einzelnen zu stärken, sondern auch die enorm gestiegenen Behandlungskosten perspektivisch zu reduzieren; also Prävention vor Rehabilitation. Die Ergebnisse einer aktuell erschienenen WHO-Studie, nach der die Europäer „fetter“ werden und den jüngeren Generationen eine kürzere Lebenserwartung prognostiziert wird, belegen die Notwendigkeit einer solchen Gesundheitspolitik. Schade ist allerdings, dass der Bundesfachausschuss 8 dieser Thematik keine Priorität beimisst. Es bleibt die Hoffnung, dass die Ergebnisse der erwähnten WHO-Studie beim BFA zu einem Umdenken führen.

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