In allen Zweifelsfragen wird kein weltliches Verfassungsgericht mehr das letzte Auslegungswort haben, sondern die Kairoer Al-Azhar-Universität, die als eine der wichtigsten islamischen Autoritäten schon 1978 gezeigt hat, wohin die Reise des real existierenden sunnitisch-mohammedanischen Islam geht: In ihrer „Islamischen Musterverfassung“ von 1978 steht in Paragraph 43 unmissverständlich: „Alle Rechte gelten im Rahmen der höheren Ziele der Scharia.“ Und in der autoritativen „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“ von 1990 wird die UN-Charta der Menschenrechte nur insoweit anerkannt, „als sie den heiligen Büchern nicht widerspricht“, was sie ganz offenkundig bei der Menschenwürde (hat nur der Muslim), bei der Meinungsfreiheit (insbesondere von Islamkritikern), bei der Religionsfreiheit (Todesstrafe für Abfall vom Islam und Übertritt zum Beispiel zum Christentum), beim Recht auf körperliche Unversehrtheit, Leib und Leben sowie bei den Minderheiten- oder Frauenrechten tut. „Alle Menschen sind frei“ (Artikel 1 der UN-Charta) steht gegen „Alle Menschen sind Gottes Untertanen“ (Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990). „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben“ (Artikel 3 UN-Charta) steht gegen „Es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt.“  [...]

Zuallererst sollte der westliche Medienmainstream sich dieser Gefahren bewusst werden – und nicht länger jegliche Islamkritik in absurder und verfassungswidriger, geradezu faschistischer Weise unterdrücken, wie es derzeit in Deutschland und Europa geschieht. [...]

Das Gottesgnadentum der Weltkalifen ist etwas anderes als die Weisheit eines Friedrichs des Großen. Die Umma kennt keinen volksverbundenen, aufgeklärten „ersten Diener des Staates“. Sie ist nur ein weiterer Kollektivismus mit einer anderen Nomenklatura als jener der Parlamentsdemokraten. [...]

Ja, es ist wahr, dass „der Westen“ seit mindestens 1953 (Sturz von Mossadegh) beziehungsweise 1990 (erster Irakkrieg) oder allerspätestens seit dem 11. September 2001 ungerechtfertigte Kriege um das Öl beziehungsweise „gegen den Terror“ geführt hat, die ihrerseits erst fundamentalistischen Strömungen in islamischen Ländern Auftrieb verschafft haben. Es darf tatsächlich keinen irgendwie behaupteten kulturhegemonialen Anspruch unserer Kultur in den traditionell islamisch besiedelten Gebieten der Erde geben. Am europäisch-amerikanischen Wesen muss natürlich nicht die ganze islamische Welt genesen. Aufgeklärte Islamkritik ist daher in keiner Weise geeignet, Einmischungen des Westens in innere Angelegenheiten der islamischen Staaten oder gar Kriege um Rohstoffe oder „gegen den Terror“ zu rechtfertigen. [...]

Ja, in der Geschichte wurden irdische Machtinteressen schon öfters als Religion verkleidet. Genau gegen diese Machtreligion wendete sich in Europa zuerst der Protestantismus mit Luthers Forderung „zurück zur wahren Bibel“, danach die säkular-rationale Aufklärung. Die Aggressionen des heutigen Islam können allerdings nicht als eine Abweichung von der wahren Religion vulgo von den wörtlich zu verstehenden Gewaltsuren des Korans betrachtet werden, sondern ganz im Gegenteil als die gottgewollte Rückkehr zu diesen. Alle Aufklärungsbewegungen des Islams führten höchstens zurück zu diesen Wurzeln – und eben nicht auf einen Weg der Historisierung und damit Relativierung der wörtlichen Auslegung des Korans und der Scharia. Moslemische Reformer mit dem Ziel der Historisierung des Korans leben heute überall in der islamischen Welt unter Lebensgefahr. [...]

Fazit:

Jede Hoffnung von naiven libertären, konservativen, christlichen oder agnostischen westlichen Systemkritikern auf eine Überwindung unserer eigenen monetären, gesellschaftlichen und multikulturellen Lebenslügen ausgerechnet durch 'Verbündete im islamischen Widerstand' ist eine intellektuelle Fehlleistung, welche die gewaltige Gefahr für die eigenen Überzeugungen durch den heute dominierenden mohammedanisch-fundamentalen, schariatischen Islam verkennt. Andererseits: Der privat gelebte moslemische Glaube wäre [zwar] nicht das Problem. Die christlichen Kirchen haben den Aufklärungs- und Historisierungsprozess der Bibel und die Aufgabe der gewaltsamen Mission spätestens seit der Zeit der Säkularisierung hinter sich. Die Aleviten und auch die islamische Strömung der Sufisten und viele Millionen privatgläubiger Moslems machen dies ebenfalls vor. Theoretisch wäre ein moderater Islam also möglich. Theoretisch. Allein, uns fehlt der Glaube...

[...]

PEGIDA ist nur die erste durch initiale Dauergewalt von oben provozierte Massen-Reaktion der autochthonen Deutschen. Leider wird (wie immer) der furor teutonicus übers Ziel hinausschießen. Wenn die gemäßigten Kritiker und Multikulti-Gegner sich jetzt nicht schnell durchsetzen (die AfD? - Anmerkung des Redakteurs), wird eines Tages der Mob (damit ist NICHT die heutige Pegida gemeint!) die Moslems durch die Straßen jagen. Und DAS müssen wir unbedingt verhindern - denn DANN heißt es zum dritten Mal in 100 Jahren (unverdient, da immer von außen provoziert), dass die Deutschen böse Hunnen und xenophobe Schlächter sind. Deshalb JETZT ENDLICH mit der Verharmlosung des Islam und von Multikulti aufräumen - und zum Sieg der freiheitlichen Idee beitragen!

Quelle: Goldseitenblog

 

 

 

 

 

 

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