von René Kaiser

Über die verbalen Angriffe des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm gegenüber der Alternative für Deutschland zeigt sich René Kaiser, Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Mittelsachsen, verwundert:

„Bedford-Strohm äußert sich hier erstens als EKD-Vorsitzender politisch, wozu ihm sein Amt und seine Funktion kein Mandat geben. Zweitens erhebt er seine politische Meinung zur geistlichen Direktive für diejenigen, denen er kirchliche Autorität sein soll. Natürlich sollte Kirche gesellschaftsprägend sein, aber gerade in Punkten, wo unsere überwiegend gottlose Gesellschaft ziel- und orientierungslos geworden ist, fehlen die auf christlichen Maßstäben beruhenden Impulse – drittens.“

Weiter führt Kaiser aus, es schmerze ihn als Christ besonders, dass Bedford-Strohms Kritik so pauschalisierend wie polarisierend sei. In Zeiten großer Emotionalität sollten höchste Funktionsträger besser zur Versachlichung der Debatten beitragen.

Bedford-Strom hatte zum Auftakt der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland gesagt, wer an Demonstrationen einer "radikalisierten AfD" teilnehme, verleihe rechtsradikalen Hetzparolen Legitimation. "Von 'Volksverräter'-Parolen bis zu Brandanschlägen ist es nicht weit." Wer in der aktuellen Situation "Gift" in die deutsche Gesellschaft streue, stelle sich gegen alles, was das Christentum im Kern ausmache.

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