von René Kaiser und Redaktionsteam

Es ist interessant - ja fast schon belustigend - sich einmal die Aussagen eines sogenannten "Meinungsforschers" - in Praxi eher eines Meinungsmachers - aus der Vergangenheit zu vergegenwärtigen, um seine Aussagekraft für die Zukunft zu bewerten. Manfred Güllner, Chef des Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, ist dafür eine Paradebeispiel:

16.08.2013, Junge Freiheit: Der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, Manfred Güllner, hat sich beunruhigt über einen möglichen Erfolg der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl gezeigt. „Ich habe ein ungutes Gefühl“, sagte er nach Angaben des Stern. Bisher sei er überzeugt gewesen, daß die Euro-Kritiker bei der Wahl keine Chancen hätten.

23.09.2014, MMNEWS.de: "Der Anstieg der AfD auf 10 Prozent derer, die sich an einer Wahl beteiligen würden, komme durch einen Mitläufer-Effekt zustande, der für Parteien nach Wahlerfolgen oft zu beobachten sei. Außerdem sammele sie zunehmend Stimmen vom rechten Rand. Güllner: "Der Anteil der radikalisierten AfD-Anhänger auf Basis der Wähler beziehungsweise der Wahlwilligen wird umso größer, je niedriger die Wahlbereitschaft ist - und dass, obwohl nur eine Minderheit von 7 von 100 Wahlberechtigten Sympathien für diese Partei hat."

19.07.2015, HNA (Hessische Niedersächsische Allgemeine): "Güllner: Eine AfD mit Lucke hätte immer die Chance, an der 5-Prozent-Marke zu kratzen. Aber durch seinen Weggang ist die Partei erheblich geschwächt."

28.11.2015, wallstreet-online: "Es ist durchaus möglich, dass die AfD in Baden-Württemberg über fünf Prozent kommt, wo ja auch die Schönhuber-Republikaner 1992 und 1996 in den Landtag gekommen sind", sagte Güllner. "In Rheinland-Pfalz dürfte das schwieriger werden."

05.12.2015, FNP (Frankfurter Neue Presse): Manfred Güllner, Gründer und Chef des Berliner Forsa-Instituts, schränkt bei seinen sechs Prozent, die er für die AfD bei der sogenannten „Sonntagsfrage“ ermittelt hat, aber ein: „Die Datenlage für dieses Ergebnis liegt schon etwas zurück. Ich gehe davon aus, dass die AfD bei unserer aktuellen Umfrage einen Prozentpunkt dazugewonnen hat“, so Güllner.

03.02.2016, t-online News: Doch viel mehr als die aktuellen zehn Prozent traut Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts, der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland nicht zu. Er ist überzeugt: "Sie hat ihre Schallmauer erreicht."

 

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