von SR (Bilder und Text)

Ich gehöre zu den Leuten, die regelmäßig alle paar Wochen zu Pegida DD gehen. Somit stand es für mich außer Frage, dass ich auch am internationalen Protesttag, dem 06. Februar, in DD sein werde. Und frei nach dem Motto: Jeder nimmt einen mit..., habe ich noch einen Freund und Geschäftspartner mitgenommen, der wiederum kurzerhand in DD noch einen Geschäftspartner zum Mitkommen begeistern konnte.

Angekündigt waren 15.000 Pegidianer und ca. 10.000 Gegendemonstranten.

Die Veranstaltung fand am Elbufer statt. Ca. 40 Minuten vor Beginn war es doch recht übersichtlich, aber dann kamen nach und nach die Besucherströme über die Brücken und diese wollten nicht enden. Ein wunderbarer Anblick. Laut "Durchgezählt" sollten es zwischen 6.000 und 8.000 Mann gewesen sein. Wir schätzten dann auch auf ca. 15.000 Teilnehmer.

Nur die 10.000 Gegendemonstranten habe ich vergeblich gesucht. Auf der Brühlschen Terrasse und der Albertbrücke waren es von mir durchgezählt vielleicht 500 Mann.

Es war eine super Veranstaltung, sehr emotional und abwechslungsreich. Es kamen viele Gastredner, auch aus den benachbarten Ländern.

Dass die Zeitungen und die Journaille auch die Veranstaltung zerreißen mussten, war klar. Die Rede war vom fehlenden Lutz Bachmann und von gescheiterten Liveschaltungen nach Tschechien.
Jeder, der ein wenig IT Verständnis hat, weiß, wie schwer Liveschaltungen sind, deswegen sei dem Pegida Team dieser kleine Fauxpas verziehen.

Die Gegendemo war wie erwartet sehr wortkarg und machte ab der Mitte der Veranstaltung mit sinnbefreiten Plakaten ["German sex party" (Sollte das eine Verhöhnung der Sexopfer von Köln sein?) und "#vertrauenistbesser" (in was, wen,wann und warum blieben sie uns aber schuldig?)] und Musik auf sich aufmerksam. Redner im engeren Sinne, konnte ich keine ausmachen.

Als Protest und als sinnbildliche Wand, stellte sich ein Pegida Flaggenträger direkt in den Blickkontakt der Gegenseite, in unmittelbarer Nähe zur Elbe.  Aus diesem einen wurden dann ca. 30. Ein wunderbar emotionaler Moment und für alle sehr ergreifend.

Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle und war wieder super abgesichert (die Wasserwerfer waren omnipräsent). Ich bin allerdings immer wieder der Meinung, dass man für Pegida selbst keinen einzigen Polizisten braucht, weil es fast ausschließlich Menschen sind, wie du und ich.

Nachfolgend einige Bilder: