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Kategorie: Aktuelles
Heiko Hessenkemper

von Prof. Dr. Heiko Hessenkemper

Stellungnahme zum offenen Brief vom 18.2.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

der offene Brief hat mich am 19.02.2016 mit der Hauspost der Universität erreicht, leider ohne Unterschrift, so dass ich meine Antwort in einem ebenfalls offenen Brief allgemein halten muss. Ich möchte nicht auf die Sprache und Begriffe wie Lüge oder Hetze eingehen, sondern sehe es zunächst positiv, dass mein Angebot zum Informationsaustausch angenommen wird.

Zu den kritisierten Punkten.:

Die Aussage „60-70 % der Asylforderer sind meist junge Männer“ wird nicht akzeptiert.

Sie beziehen sich auf die erste Demo im November, so dass die damaligen Daten heranzuziehen sind. Hier die Zahlen des BAMF: 60-70 % waren Männer, was schon an sich eine Verzerrung darstellt. 35% aller Asylforderer waren Männer in der Kategorie zwischen 18-35 Jahren, was über 50 % der männlichen Gruppe ist und damit die Mehrheit in dieser Kategorie darstellt. Dies beschreibt die Aussage “ meist“ junge Männer. Wo ist Ihr Problem mit dieser Aussage? Übrigens aktuell im Januar: Immer noch 31,5 % junge Männer bei 60-70 % Männern insgesamt.  

Wenn Sie über weiche Daten wie Motivation reden, zitieren Sie bitte nicht den politischen Mainstream, dies wirkt etwas lächerlich. Ich könnte Ihnen alternativ Ronald Gläser und seinen Artikel dazu in der Zeitung „Junge Freiheit“ empfehlen. Er hat lange in Berlin unter Asylforderern recherchiert, Interviews geführt und fasst die Motivation in drei Worten zusammen: Geld, Geld, Geld. Versuchen Sie mal, sich bei Konflikt-und Gewaltforschern zu informieren über die Migration von jungen Männern bei Bevölkerungsüberschuss.

Dies können Sie bis zu den Wikingern zurückverfolgen. Wir können es aber auch mit Logik versuchen. Eine Korrelation der Parameter `Höhe der Sozialleistungen, wahrscheinliche Verweildauer und Erreichbarkeit der Sozialtöpfe`(in Frankreich ist die Anerkennungsquote nur halb so hoch wie bei uns: Konsequenz – es gibt nur ein Zwanzigstel der Asylforderer und dies im sozialistischen Frankreich!) kristallisiert Schweden, Deutschland und Österreich heraus, die tatsächlich auch mit Abstand die größte Last tragen. Aber Geld und die Erreichbarkeit der Sozialtöpfe spielt in Ihrer Betrachtung natürlich keine Rolle. Warum durchquert man denn mehrere sichere Drittstaaten, um nach Deutschland zu kommen? Manche Argumentation der links-grünen Szene ist aber auch zu lächerlich.

Da bis jetzt keine Veränderung der strukturellen Zahlen der Asylforderer vorliegen, lässt sich erahnen, welche Zahlen durch Familienzusammenführung langfristig auf uns zukommen werden, sollte „Die Süddeutsche“ (im Volksmund inzwischen Alpen-Prawda genannt) recht haben. Da schließt sich der später noch zu behandelnde Kreis zur Umvolkung.

„Falsche Flüchtlingszahlen“?

Bis zur ersten Demo stammten durch den Landkreis Mittelsachsen über 50 % der untergebrachten Asylforderer aus den Balkanstaaten. Bundesweit waren es mit den Hauptstaaten (Kosovo, Mazedonien, Albanien, Serbien) im ersten Halbjahr 2015 40 %, wobei mit Bosnien und Montenegro noch weitere kleinere Prozentzahlen dazukommen (Quelle: BAMF). Seit Merkels Einladung sind die Zahlen der Syrer gestiegen, wobei gefälschte Pässe (10 % nach Aussagen des Innenministers) und die Praxis der Identitätsfeststellung beim BAMF durch Ankreuzen etc. es sehr wahrscheinlich machen, dass etliche Personen z.B. auch aus den Balkanstaaten sich so verbesserte Chancen versprochen haben und die realen Zahlen noch deutlich höher sind. 

Arabische Halbinsel

Vor der Krise hat man dort die gut ausgebildeten Menschen für sich arbeiten lassen. In der jetzigen Krise werden keine Personen aufgenommen, da man u.a. Terrorängste hat, obwohl in Saudi Arabien mit über 100.000 klimatisierten Großzelten für ihre religiösen Events die notwendige Infrastruktur vorhanden wäre.

Kosten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Humboldtstiftung haben besondere Programme aufgelegt, um Asylbewerber zu beschäftigen. Diese Budgetgelder sind natürlich für andere Projekte dann nicht mehr vorhanden. Sind diese Summen auch noch klein gegenüber den Kosten des gesamten Asylchaos (45 Milliarden nach Vollkostenrechnung pro Jahr = die zweifachen Kosten der gesamten deutschen Hochschullandschaft), erhebt sich wieder die Frage, was Sie an diesen Aussagen stört? Von irgendwo muss das Geld ja kommen.

Einen Höhepunkt erreichen Sie mit Ihren Äußerungen zu Rotherham und Oxfordshire, indem Sie Behördenversagen ins Feld führen. Dies ist wirklich der Gipfel der Perversion. Wenn Sie die Berichte genau zitieren würden, dann müssten Sie erwähnen, dass das Behördenversagen dadurch zustande kam, dass man Rassismusvorwürfe  fürchtete - genau das Klima, das Sie und das zugehörige politische Klientel hier zu erzeugen versuchen. Köln und eine ganze Reihe anderer Vorfälle passen direkt in dieses Schema, das ich vorausgesagt habe.

Zur allgemeinen Einstellung der muslimischen Kultur und deren Männer zur Rolle der Frau muss mir irgendwie entgangen sein, wie fortschrittlich diese ist.

Der Umvolkungsvorwurf:

Das Szenario kann man mit einfachem Kopfrechnen nachvollziehen. Bei grob 80 Millionen Einwohnern in Deutschland und davon 20 % mit Migrationshintergrund brauchen wir nur noch 30 %, um die deutsche Bevölkerung zur Minderheit zu machen. Bei 1-1,5 Millonen Asylforderern, die ja dominant hier bleiben sollen (Integrationsanstrengungen), einer guten halben Million anderer Nettozuwanderung, dem deutlich jüngeren Altersdurchschnitt der Asylforderer und der deutlich höheren Reproduktionsrate, insbesondere aber dem heftig verteidigten Familienzuzug, der die Zahlen vervielfältigen kann, ist es einfach zu erkennen, dass bei Berücksichtigung der vergleichsweise Überalterung der deutschen Bevölkerung mit der einhergehenden Schrumpfung ihrer Absolutzahlen, etwa 10-15 Jahre benötigt werden. Dann ist der erste Umvolkungsschritt, die deutsche Bevölkerung in die Minderheit zu bringen, erreicht.

Ihr letzter Punkt, der Dresdener Rektor.

Der MDR hat gezielt die Situation so präsentiert, dass der Eindruck erweckt wurde, er spräche für die TU Dresden. Privat kann er, ebenso wie ich, sagen was er will. Die Bezeichnung  „Professor von der TU-Bergakademie Freiberg“ ist zunächst einmal eine Tatsache; es wurde nie gesagt, ich für die TU-Freiberg spreche. Bei mir wurde medial und aus der linken politischen Ecke versucht, einen Formalfehler zu konstruieren. Warum nicht beim Dresdener Rektor, für den als Repräsentant der TU Dresden auch die politische Neutralitätspflicht gilt? Im Übrigen verletzten Sie mit der wiederholten Nutzung des Intranet der Bergakademie zu politischen Aktionen gegen die AfD genau diese Neutralitätspflicht der Hochschule, was noch formal mit dem Rektorat abgeklärt werden wird. Ich nenne dieses Verhalten bigott.

Was mich wirklich - Erkenntnis suchend - interessiert ist, welches der Hintergrund dieser kleinen medial politischen Klasse ist, zu denen ich auch Sie zählen muss. Woher rührt dieser offensichtliche Versuch, Daten zu ignorieren, zu bagatellisieren und zu verdrehen, zu vertuschen? Da bin ich bisher nur auf Spekulationen angewiesen. Ist es Selbsthass, eine Art Deutschenphobie aus der frühen Sozialisation kommend, Gruppendynamik eines politischen Mitläufertums, Politprostitution um möglicher Vorteile willen, ideologische Scheuklappen (viele haben lange mit religiösem Eifer behauptet, die Erde sei eine Scheibe). Wahrscheinlich handelt es sich um ein Konglomerat aus vielen Parametern.

Vielleicht können Sie mir hierzu mit Informationen weiterhelfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. H. Hessenkemper