von Romy Penz & Daniel Rennert

Am Sonnabend, den 11. Juni 2016, fand die erste, von der AfD-Regionalgruppe Flöha/Oederan/Augustusburg organisierte Kundgebung in Flöha statt. Die Technik dafür traf pünktlich ein – direkt von der zuvor durchgeführten AfD-Demonstration „Nein zu den Bilderbergern“ aus der Landeshauptstadt Dresden.
 
Schon im Vorfeld unserer Protestveranstaltung kam es zu interessanten Gesprächen mit Flöhaern. Stand die Kundgebung unter dem Motto: „Meinungsfreiheit leben – Meinungsfreiheit ist keine Hetze!“, so mussten wir mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, was uns die Teilnehmer berichteten, die sich denn trauten. Viele Bürger bringen nicht den Mut auf, sich öffentlichem Protest anzuschließen. Sie haben Angst gesehen zu werden und befürchten Schwierigkeiten in Bezug auf ihren Arbeitsplatz. Das ist traurig, aber wahr – und sagt einiges über den Zustand unserer Demokratie aus. Dennoch zählten wir zirka 120 Zuhörer (nehmen wir die „Logenplätze“ der Hochhäuser, welche gut belegt waren, dazu, so erhöht sich die Zahl weiter).

 

Die sächsische Landtagsabgeordnete und Kreisrätin Andrea Kersten stellte das Anfang Mai beschlossene Grundsatzprogramm der Alternative für Deutschland in Kürze vor. Dabei dürfte den Anwesenden aufgefallen sein, dass es sich bei der AfD keineswegs um eine „Ein-Themen-Partei“ handelt. Das von den Medien oft als in die Vergangenheit gerichtete Parteiprogramm entpuppt sich vielmehr als ein „AfD-Programm mit Zukunft“ – so Andrea Kersten.

 

Dr. Rolf Weigands Redebeitrag trug den Titel „Gender mich nicht!“ und sorgte für einige Lacher. Einige Teilnehmer wurden sicherlich erstmalig für bzw. gegen den Genderwahn sensibilisiert, der mit mindestens 60 Geschlechtern einhergeht und mit Millionenbeträgen aus öffentlicher Hand finanziert wird.

 

Ernster wurde es bei den Ausführungen von Kreisrat Prof. Dr. Heiko Hessenkemper. Die Feststellung, dass uns zur Meinungsfreiheit, die Meinungsbildung voraussetzt, entsprechende Informationen fehlen bzw. vorenthalten werden, ist schlicht eine Tatsache, die dazu dient, Meinungen im Sinne der „Politischen Korrektheit“ zu beeinflussen. Weiterhin verkündete Hessenkemper zahlreiche Fakten zum Thema Asyl und Migration, die erneut verdeutlichten: Sein Thema „Umvolkung stoppen“ hat nichts an Aktualität verloren – im Gegenteil.

 

Zum Ende der Kundgebung stimmte Kreisrat Roberto Penz, der durch die Veranstaltung führte, gemeinsam mit den Rednern sowie einem Gast aus Dresden die Nationalhymne an, die von den Anwesenden mitgesungen wurde. Die Einsatzkräfte der Polizei hatten einen ruhigen Nachmittag, denn mögliche Störer der Gegenseite ließen sich nicht blicken.