Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Parteifreunde,

 

wie geht`s denn so – am Morgen nach der Landtagswahl? Mit wem ich auch rede – ich erlebe Überraschung und Jubel. Nun sind`s wohl doch nicht 10,0, sondern 9,7 %, aber nach den konstanten Prognosen der Umfrageinstitute zwischen 6 und 8 % ist das deutlich besser als erwartet.

DANKE Euch und Ihnen, die dafür gesorgt haben, dass wir den ersten Einzug in ein Landesparlament geschafft haben! Danke für`s Plakatieren, Faltblätter verteilen, Spenden, Diskutieren an Infoständen, Ermutigen und Beten!

Ich bin noch nicht sortiert, deshalb nachfolgend bloß Gedankensplitter:

  • Erstmals haben wir nun im sächsischen Landtag ein Mikrofon, mit dem wir das Volk direkt erreichen können. DAS ist aus meiner Sicht das Wichtigste, um klar zu machen, wofür wir stehen!
  • Wie mag es unserer Andrea Kersten gehen? Vor einem Jahr noch unpolitisch, sitzt sie nun im Landtag. Irre. Glückwunsch!!! Und viel Kraft beim Einarbeiten in die neue, so ganz andere Aufgabe!
  • Koaliert die sächsische Union nicht mit uns, wird sie sich fragen lassen müssen, warum sie sich – trotzdem ein konservativer und liberaler Partner zur Verfügung steht – auf sozialistische oder grün-direktive Experimente einlässt.
  • Das den sächsischen CDU-Anhängern zu erläutern, stelle ich mir nicht ganz einfach vor. Was uns betrifft: nun, von der Oppositionsbank aus lässt sich`s gut arbeiten. Wir haben Zeit, parlamentarische Erfahrung zu sammeln und uns in jeder Hinsicht zu festigen – ohne die zusätzliche Aufgabe konkreter Regierungsverantwortung. Das kann ein guter Anlauf für die nächste Landtagswahl werden…

Mit 9,7 % sind wir in Sachsen schon wer. Wir sind keine Randgruppe und keine Eintagsfliege. Wir haben deutlich gemacht, dass wir mitreden wollen und dass wir ernst zu nehmen sind. Ich bin gespannt, wie viele bislang Unentschlossene das motiviert, nun doch bei uns mitzuarbeiten und welche Impulse von ihnen ausgehen. Ich freu` mich drauf! Ob man als typischerweise linksgrüner Journalist langsam verzweifelt? Was auch immer man an boshaften Registern zog: die misstönige Musik hat den Wähler offensichtlich nicht beeindruckt. Schwant ihnen, dass Meinungsbildung im Internet-Zeitalter nicht mehr ganz so einfach manipulativ funktioniert? Merken sie, dass die den Artikeln widersprechenden Kommentare zur Normalität werden – und lernen sie was draus? …

 

In dem Sinne herzliche Grüße –

 

René Kaiser

Kreisverbandsvorsitzender