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Kategorie: Aktuelles

ausgewählt von Matthias Mehlhorn

Thorsten Hinz in der Wochenzeitung Junge Freiheit 07/17 (Druckausgabe):

 

"Leningrad und Moskau waren die Ausgangspunkte des Staatssozialismus und des stalinistischen Terrors, der mehr Tote zu verantworten hat als der Nationalsozialismus. Macht sie das zu schuldigen Städten? Rechtfertigte die Konzentration globaler Finanzheuschrecken in der New Yorker Wall Street etwa die Anschläge vom 11. September 2001?

 

In Rom haben wüste Päpste regiert, wurden Religionskriege, Ketzerverfolgung und der Faschismus angezettelt. Papst Pius XII. aber nannte sie die „Mutter aller Städte“ und mahnte die Alliierten, sie nicht zu bombardieren: „Wer seine Waffe gegen Rom erhebt, macht sich des Muttermordes schuldig, vor Gott und der gesamten zivilisierten Welt.“ Galt das nicht – ein wenig zumindest – auch für andere Städte, so auch für Dresden? Zumal seine Zerstörung das Kriegsende keineswegs beschleunigt hat? (...) 

 

Der Durchschnittspolitiker Hilbert fällt hinter die kulturellen Standards zurück, welche die Antike, das Christentum und der deutsche Idealismus gesetzt haben. Mit einer totalitär angehauchten Sprache präsentiert er sich als dumpfer Staatsmensch, der die Toten nach politischem Kalkül bewirtschaftet und die Staatsräson exekutiert."