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Kategorie: Aktuelles

von Dr. Jörg Bretschneider, Bilder Markus Gehrke

Am 20.05.2017 kamen etwa 150 Interessierte in Döbeln zur ersten Kundgebung der AfD Mittelsachsen im Wahljahr 2017 zusammen. Ziel der Veranstalter war, den Bürgern die Kandidaten des Kreisverbands zur Bundestagswahl vorzustellen und zu zeigen, wie die AfD bereits jetzt als einzige wirkliche Opposition in den Landtagen und darüber hinaus die Politik zum Wohl der Bürger beeinflusst. Mit verschiedenen Wahlkampfmobilen der mittelsächsische AfD wird dieser Anspruch in den nächsten Monaten auf die Straße gebracht werden.

Den Auftakt der Redner bildete nach einer kurzen Eröffnung durch Landesvorstand Siegbert Dröse der Frankenberger Malermeister Thomas Göbel, der auf der Landesliste der AfD Sachsen kandidiert. Er erhielt für seine pointierte und emotionale Ansprache viel Beifall der Teilnehmer. Er benannte eine Vielzahl von Punkten, an denen die etablierten Parteien ihre Chance für eine bürgernahe, dem Wohl ihrer Wähler verpflichtete Politik nicht genutzt hätten. Sie würden lieber ideologisch motivierte Utopien verfolgen und ihre eigene Klientel bedienen, als die Bedürfnisse und den Willen der Mehrheit der Bürger in den Blick zu nehmen.

Als nächstes sprach der Forstwirt und promovierte Ingenieur Jörg Bretschneider, ebenfalls Kandidat auf der Landesliste und Mitglied im Bundesfachausschuss 4, zu den Themen Zuwanderung, Fachkräftemangel und nachhaltige Familienpolitik. Er verwies unter dem Beifall des Publikums auf das Programm der AfD, welches das volle Spektrum der politischen Fragen im Land thematisiere und tragfähige Lösungen auf Basis unserer Werte und historischen Erfahrungen als Deutsche anbiete. Die AfD sei für lauwarme, halbherzige Symptompolitik, wie sie seit Jahren in Berlin betrieben werde, nicht zu haben, sondern wolle den Zug zurück aufs Gleis setzen in eine Zukunft als Deutschland in Europa, in der Wohlstand und Sicherheit keine Fremdworte aus alten Zeiten sind und Deutsche ebenso wie andere Europäer stolz auf ihr Land, ihre Geschichte und ihre Leistungen sein könnten. Hierzu brauche die AfD das Engagement der Wähler für ihr Land.

Als dritter Sprecher stellte der Direktkandidat für Mittelsachsen, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heiko Hessenkemper, unter seinem Wahlkampfmotto „Unser Deutschland zuerst!“ in bewährter Weise die scheinheilige Politik der etablierten Parteien anhand von Zahlen und Fakten an den Pranger. Umerziehung und Umvolkung seien die linken Projekte, an denen mit Hochdruck mit den Steuermitteln der arbeitenden deutschen Bürger auf allen Ebenen gearbeitet werde, ohne nach deren Willen und Interessen zu fragen. Deindustrialisierung durch eine verkopfte Energiewende und finanzielle Erschöpfung durch immer neue Rettungspakete und Nullzinspolitik sollten Deutschland im Interesse fremder Mächte klein halten.

Schließlich sprach der mit Spannung erwartete Landes- und Fraktionsvorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, und erklärte den Zuhörern die politische Strategie der AfD, als knallharte Opposition in Landtagen und Bundestag die Etablierten unter Druck zu setzen und so den Wählern bereits jetzt Alternative und Umsetzer ihrer politischen Ziele zu sein. Er erteilte jeglichen Koalitionsbildungen in der ersten Legislatur der AfD im Bundestag eine klare Absage. Zuerst müsse die Partei eine strategisch aufgebaute Recherchearbeit betreiben und den Bürgern so die Augen für die Machenschaften der etablierten Parteien öffnen. Erst wenn die AfD aus der Opposition heraus eine starke Position errungen habe, könne sie mit dieser in Koalitionsverhandlungen für die unmittelbare Durchsetzung ihrer Ziele treten. Dazu seien Disziplin und ein koordiniertes Vorgehen notwendig, vor allem aber die Glaubwürdigkeit zu bewahren, welche die AfD grundlegend von den anderen Parteien unterscheide, die sich in zunehmendem Tempo AfD-Positionen zu eigen machten, für welche sie diese noch 2016 massiv kritisiert und diffamiert hatten. Der Wendehals sei noch lange nicht ausgestorben, den Versprechungen sei nicht zu trauen. Wer Umsetzung will, müsse das Original wählen – die Alternative für Deutschland!

Die Kundgebung endete friedlich mit Dank an die Organisatoren vom Wahlkampfteam und der Regionalgruppe Döbeln des AfD Mittelsachsen. Die Diskussion wurde dann in kleinen Gruppen fortgeführt, auch mit einigen eher kritischen jungen Leuten, die das Online-Wahlprogramm der AfD ausgedruckt dabei hatten und gezielt nach kontroversen Punkten fragten, aber auch zuhörten und das Gehörte mitnahmen. Es ist diese Debattenkultur der freien, respektvollen Diskussion, welche die Bürger in Deutschland vermissen und die die AfD wieder einfordert und selbst übt.