von Dr. Rolf Weigand

Liebe Bürger,

nachdem bekannt wurde, dass ich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr für den AfD-Abgeordneten Detlev Spangenberg in den Sächsischen Landtag nachrücken werde, hat mich die Freie Presse kontaktiert und diverse Fragen gestellt. Den sehr sachlichen Artikel finden Sie hier: Großschirmaer AfD-Mann zieht in Landtag ein

Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Derzeit bin ich Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Bergakademie Freiberg, an der ich 2013 auch zum Dr.-Ing. promoviert habe, sowie Geschäftsführer der ancorro GmbH.

Da in dem Artikel nicht auf alle Antworten eingegangen wurde, hier der gesamte Verlauf zwischen der Freien Presse und mir:

FP: Weshalb ziehen Sie in den Landtag ein und wofür wollen Sie sich stark machen?

RW: Ich werde im kommenden Jahr aller Voraussicht nach in den Sächsischen Landtag einziehen, da ich 2014 auf die Landesliste der AfD Sachsen gewählt wurde und nach dem Wechsel von Detlev Spangenberg in den Deutschen Bundestag für diesen im kommenden Jahr in den Sächsischen Landtag nachrücke.

Ich möchte mich dabei besonders für Familien und die Zukunft unsere Kinder stark machen. Dies umfasst nahezu alle politische Themenfelder. Dazu gehört, dass der ländliche Raum gestärkt und der Öffentliche Personennahverkehr verbessert wird. Schulstandorte müssen erhalten und der Lehrermangel beendet werden. Es wird endlich Zeit, dass wir Erzieher und Lehrer entlasten sowie stärken. Dafür sind u. a. mehr Personal und eine bessere Entlohnung notwendig.

Zudem müssen meiner Ansicht nach mittelständische Unternehmen als auch das Handwerk entlastet und aktiv bei der Suche nach Lehrlingen sowie Auszubildenden unterstützt werden. Ansonsten steuern wir auf ein Ausbluten der sächsischen Wirtschaft zu, das verheerende Auswirkungen hätte. Auch wird es Zeit, die ehrenamtliche Tätigkeit mehr zu würdigen und bspw. die sächsischen Feuerwehren besser auszurüsten.

Dafür gilt es bis 2019 bei diesen Themen weiter politischen Druck auf die Staatsregierung, bestehend aus CDU und SPD, auszuüben und dies nach der kommenden Landtagswahl als stärkste Kraft in Sachsen umzusetzen. Schaut man sich die Ergebnisse der Bundestagswahl in Sachsen an, so wird klar, dass die Menschen ihr Vertrauen und ihre Hoffnung in die Alternative für Deutschland setzen. Dies ist mir als künftiger Volksvertreter Ansporn und Verpflichtung zugleich!

Wie bereits in der Vergangenheit, wo wir als AfD und ich persönlich die Bürger ernst genommen und vor Ort aktiv erfolgreich unterstützt haben, wie bspw. beim Thema Windkraft in Großschirma, möchte ich mich weiterhin einbringen, den Bürgern zuhören und diesen tatkräftig zur Seite stehen. Über den Jahreswechsel werde ich dazu eine Strategie entwickeln sowie ein Team zusammenstellen, um meine politischen Schwerpunkte zeitnah nach der Mandatsannahme umsetzen zu können.

FP: Denken Sie über eine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl in Großschirma nach?

RW: Ich möchte mich in den nächsten Wochen mit meiner zukünftigen Aufgabe als Landtagsabgeordneter beschäftigen. Als Kreisvorstand, dem ich selbst angehöre, wollen wir uns mit den vier Bürgermeisterwahl 2018 in Mittelsachsen in unserer ersten Kreisvorstandssitzung im neuen Jahr beschäftigen. Danach obliegt es einem Kreisparteitag Anfang 2018 mögliche Kandidaten zu nominieren. Anders als bei den etablierten Parteien möchte ich diesen Prozess mit einer Aussage ungern beeinflussen.

FP: Nach dem Bundesparteitag in Hannover deutet sich ein Rechtsruck in der AfD an. Wie stehen Sie dazu?

RW: Nach eigentlich jedem Bundesparteitag dichtet man der AfD einen Rechtsruck an und trotzdem sehe ich im Kreisverband seit meinem Eintritt Ende 2013, welcher für mich die Basis meiner Parteiarbeit darstellt, keine Veränderung. Vielmehr finde ich es befremdlich, dass ein Mob von linken Chaoten bei jedem unserer Parteitage in den alten Bundesländern aufläuft und darüber nicht kritisch berichtet wird. Nur die Polizei, welche jedes Mal eine hervorragende Arbeite geleistet hat, muss sich wiederholt rechtfertigen. Hier findet also ganz klar eine Verschiebung der Wahrnehmung nach links und damit ein medialer Linksruck statt. Gleiches Bild ergibt sich ja regional. Auch wenn ich Herrn Woidniok nicht persönlich kenne, muss ich ihm beipflichten. Hier scheint die Freiberger CDU etwas mehr Verstand und Hang zur Realität zu haben als der Rest der Partei in Sachsen und bundesweit. Herrn Günther von den Grünen werde ich im Landtag, sofern er zu einem konstruktiven Gespräch bereit ist, mal um die Stelle in der Genfer Flüchtlingskonvention bitten, welche angeblich seine Äußerung bei Ihnen in der Freien Presse bestätigt. Die Genfer Flüchtlingskonvention gilt eben nicht pauschal für Bürgerkriegsflüchtlinge und natürlich müssen wir die Asylsuchenden in ihre Heimatländer zurück führen, welche keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland haben und in deren Heimatländern sich die Situation wieder stabilisiert hat. Eine Partei wie die Grünen, welche für die Frühsexualisierung von Kinder ist, sich aber gleichzeitig erdreistet über christliche Werte zu philosophieren und dabei die Einhaltung von geltendem Recht und Gesetz ausblendet, disqualifiziert sich dabei selbst.