von Dirk Zobel, Kreisverbandsvorsitzender, Bilder Markus Gehrke

Am 25. Juli 2018 hielt Dr.-Ing. Dirk Spaniel (Mitglied des Bundestages und viele Jahre im Daimler-Konzern tätig) in Oederan einen vielbeachteten Vortrag zur Zukunft des Automobils.

Trotz Urlaubszeit und Raumtemperaturen von über 30°C gab Dr. Spaniel einen Überblick über die bereits beschlossenen radikalen Gesetzesänderungen zur gezielten Abschaffung von Pkws mit Verbrennungsmotoren. Vor zahlreichen Zuhörern im voll besetzten Saal gab es zunächst nur ungläubiges Kopfschütteln über die Gesetzgebung der „Merkelisten“ in der EU und in Berlin.

Als Dr. Spaniel jedoch mit knallharten Fakten bewies, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2021 bis zur wirtschaftlichen Unsinnigkeit besteuert werden, fielen einige Kinnladen herunter. Es geht um die Forderung der Eurokraten, den CO₂-Ausstoß von Pkw mit Verbrennungsmotor auf unter 80 Gramm/Kilometer als Flotte zu senken.

Nach Ansicht von Dr. Spaniel ist dieses Ziel technisch nicht zu erreichen. Strafzahlungen von mehreren tausend Euro pro Fahrzeug drohen den Herstellern, deren Fahrzeugflotte mehr CO₂ ausstößt als zugelassen.  Damit werden Fahrzeuge aus deutscher Produktion (Mercedes, BMW, Audi, Porsche) überdurchschnittlich mehr belastet als Kleinwagenhersteller aus dem europäischen Ausland (Fiat, Peugeot, Seat, Citroen u. a.).

Ein Elektro-Tesla „S“ verursacht deutlich höhere CO₂-Emissionen als ein Mercedes E220d-Diesel, wenn die Batterieprod. beachtet wird.
Ein Elektro-Tesla „S“ verursacht deutlich höhere CO₂-Emissionen als ein Mercedes E220d-Diesel, wenn die Batterieprod. beachtet wird.

Erklärtes Ziel der Eurokraten ist die Reduzierung des Individualverkehrs. Wir sollen auf Bus und Bahn gezwungen werden, weil „Mama Merkel“ und andere Eurokraten dies für „alternativlos“ halten. Die desaströsen Auswirkungen von anderen „Merkel’schen Alternativlosigkeiten“ brauchen hier nicht erwähnt zu werden.

Wir, die Alternative für Deutschland, sehen gegenwärtig, gerade im ländlichen Raum, keine adäquate Alternative zum Auto mit Verbrennungsmotor. Lange Ladezeiten, fehlende Infrastruktur, miserable Ökobilanz, zu geringe Reichweite und ein zu geringer Wiederverkaufswert von Elektroautos sind nur einige Argumente gegen diese „Merkel’sche Alternativlosigkeit“.

Auch sollten sich die Autozulieferer (allein 780 Betriebe in Sachsen!) und die zahlreichen Autowerkstätten mal klar werden, dass Elektroautos keine Kurbelwellen, Getriebe, Kolben, Auspuffanlagen, Antriebswellen u. v. m. haben. Ölwechsel, Reparaturen und Inspektionen daran werden somit entfallen. Die Batterien werden vermutlich aus China kommen.

Elektroauto fahren wird dennoch auch weiterhin teurer sein als einen Verbrennungsmotor zu betreiben. Dafür sorgt schon die geringe Lebensdauer der sehr teuren Batterien.