von Matthias Hofmann und Redaktion

In Vorbereitung des AfD Parteitages in Köln (22. und 23.04.) hatten sich die offiziellen Amtsträger der Kirche wieder mal mit dem gewalttätigen Linksmob gemein gemacht. In diesem aufgeheiztem Klima hat Armin-Paul Hampel, der Landesvorsitzende der AfD in Niedersachsen, die Christen in der AfD aufgefordert, aus der Kirche auszutreten - und eine konsequente Trennung von Staat und Kirche eingefordert.

Die Aufforderung führt zu einer Diskussion innerhalb der Partei, u.a im AfD Sachsen aktuell (16-2017). Besonders in den  veröffentlichten Leserbriefen fand sich herbe Kritik an den Beschlüssen des Bundesparteitages. Verwunderlich! Aus meiner Sicht war der Bundesprogrammparteitag ein Tag der Einheit! Man mag bedauern, dass der Zukunftsantrag nicht befasst wurde - aber das wurden mehr als hundert andere Anträge auch: Anträge, die eben nichts mit dem beschlossenen Wahlprogramm gemein hatten.

Und was spricht dagegen, wenn die Staatskirchen aus ihrem Milliardenvermögen ihre Würdenträger und Funktionäre selbst bezahlen? Warum soll ich als Atheist für Gehalt, Limousinen, Personal und Palais der Bischöfe aufkommen? Wer, wie unsere AfD, auf dem Boden des Grundgesetzes steht, sollte die festgeschriebene Trennung zwischen Kirche und Staat nicht nur beachten, sondern auch leben!

Die von Armin-Paul Hampel aufgeworfene Thematik bekam im Rahmen des Kirchentags 2017 dramatische und zugleich traurige Zuspitzung: Die Bischöfin Margot Käßmann, "Säulenheilige" der ev. Staatskirche fiel in der jüngeren Vergangenheit öfters mit abstrusen Thesen auf. Nun hat sie auf dem Kirchentag endgültig eine rote Linie überschritten:

Ihre Aussage »Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’« lässt tatsächlich die Schlussfolgerung zu, dass Frau Käßmann die Tatsache, dass man zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern hat, als Ursache dafür sieht, dass man zum "Nazi" wird. Damit ist sie der Sichtweise, die sie angeblich bekämpft, erschreckend nahe.

Natürlich findet sich im AfD Wahlprogramm überhaupt keinerlei Bezug zu einer ethnisch begründeten Definition von "einheimisch",  weder dort noch anderswo in irgendeinem Programm der AfD. Das hat Dr. Jörg Bretschneider, einer der Autoren auf dieser Seite nachgewiesen (siehe hier). Es wurde von Käßmann erfunden, als Ausdruck ihres autorassistischen Weltbildes.

Liebe Christen in der AfD,

jeder von euch, der Mitglied der ev. Staatskirche ist, sollte sich dringend hinterfragen, ob er angesichts dieses ungeheuerlichen Vorfalls weiterhin bereit ist, diese Entourage über allgemeine Steuern (und auch seine Kirchensteuer) zu finanzieren!